Duisburger Jungenbüro

geschlechterreflektierte Pädagogik mit Jungen* in Duisburg - seit 20 Jahren
 

Aktuelle Informationen für Fachkräfte in der Jugendhilfe und Schule

Hier halten wir Sie über unsere Aktuellen Angebote auf dem laufenden und informieren Sie. Wenn Sie unsere Updates lieber per Mail bekommen würden, tragen Sie sich doch einfach über den Newsletter ein. Viel Vergnügen beim Stöbern und lesen!


LAG Jungenarbeit wird 20 – Fachtag des Projektes „Irgendwie Hier!“ im November in Essen

Duisburg, 07.09.2018

Unser großer Bruder, die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW, feiert am 12. November 2018 in Essen, seinen 20. Geburtstag. Die Mitarbeiter haben aus diesem Anlaß für den 12.11.2018 ein tolles Programm zusammen gestellt. Zunächst geht es morgens mit einer Fachtagung des Projektes "Irgendwie hier! Flucht - Migration - Männlichkeiten" im Unperfekthaus Essen los, um am Nachmittag nahtlos in die Jubiläumsfeier überzugehen.

"Das Projekt „Irgendwie hier!“ der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V. befasst sich mit den zentralen Themen geschlechterreflektierter Arbeit im Kontext Flucht, Migration und Männlichkeiten, berät und begleitet Träger, Institutionen und Fachkräfte in den Handlungsfeldern nach SGB VIII,  §§ 11-14 und setzt exemplarische Praxis (nicht nur)  mit geflüchteten Jungen um. Auf der Jahresfachtagung 2018 möchten wir Sie herzlich zu einem Einblick in theoretische sowie praktische Jungen arbeit im Kontext Flucht-/Migration einladen."

"20 Jahre LAG Jungenarbeit NRW ... für Jungen ...
- mit Jungen für eine Entwicklung von Jungen zu emotional lebendigen, körperlich, sexuell und sozial selbstbestimmten und -verantwortlichen Persönlichkeiten
- gegen soziale, ökonomische, religiöse, kulturelle oder andere Beeinträchtigungen oder Diskriminierungen von Jungen.
Wir möchten diesen Geburtstag gerne mit Ihnen und Euch feiern und laden daher herzlich – im Anschluss an unsere Fachtagung des Projektes "Irgendwie hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten" – ein."

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist völlig kostenfrei.
Informationen und Anmeldemöglichkeiten:
- für die Fachtagung: https://lagjungenarbeit.de/angebote/fachtagungen/irgendwie-hier
- für die Jubiläumsfeier: https://lagjungenarbeit.de/jubilaeum


„Wie ich es sehe“ — 5 Jahre mein Testgelände: das Jugend- Gender- Online- Magazin

Fünf Jahre, siebenhundert Beiträge, 50 Autor*innen und 30 Redaktionsgruppen, meinTestgelände ist Außergewöhnliches gelungen:


Jugendliche aus ganz Deutschland präsentieren auf der Website www.meintestgelaende.de ihre Perspektiven, Erfahrungen und Meinungen zu Geschlechterfragen. Sie zeigen der Gesellschaft, was Genderzuschreibungen mit ihnen machen und wie sie damit umgehen. Sie setzen sich ein gegen Homophobie, sie berichten über abwertende Erlebnisse und die zu engen Schuhe, in die Gender sie oftmals presst.

Auf dem Fachtag am 04.10.2018 werden beteiligte Jugendliche ihre Beiträge von meinTestgelände live präsentieren und Einblicke geben, wie und warum sie sich mit Genderthemen beschäftigen. Redakteur*innen berichten darüber, wie mit Jugendlichen zu Genderthemen pädagogisch und jugendkulturell gearbeitet werden kann und die Beiträge der Jugendlichen werden fachlich und fachpolitisch eingeordnet: was bedeuten die Aussagen der Jugendlichen für eine gendersensible Pädagogik? 

Durch den Tag wird Tarik Tesfu führen, feministischer Blogger, bekannt durch "Tariks Genderkrise".

Für diese Veranstaltung wird kein Tagungsbeitrag erhoben. Der Zugang ist barrierefrei.

Weitere Informationen und Anmeldungen sind möglich unter https://bmfsfj-veranstaltungen.bafza.de/5-jahre-mein-testgelaende/start.html


 Fachtagung „Jungen auf der Flucht“ am 11.10.2018 in Köln

Gendergerechte Gesundheitsförderung für unbegleitete minderjährige männliche Geflüchtete

Neun von zehn Flüchtlingen, die minderjährig und unbegleitet nach Deutschland kommen, sind Jungen. Trotzdem wird dies weder in der Forschung, noch bei der Entwicklung pädagogischer, jugendpsychiatrischer oder gesundheitsfördernder Angebote ausreichend thematisiert. Dabei gibt es bei den Fluchtursachen, den Flucht- und Gewalterfahrungen sowie den Bewältigungsstrategien viele jungenspezifische Aspekte.

In der Zeit von Ende 2015 bis 2017 stand die Jugendhilfe unter einem enormen „Improvisationsdruck“, unter dem das Hilfesystem mit einer Vielzahl pädagogischer, psychologischer und administrativer Herausforderungen konfrontiert war. Inzwischen sind spezifische Hilfestrukturen weitgehend aufgebaut, auch gelangen weniger Flüchtlinge nach Europa. Deshalb besteht nun die Möglichkeit, die zur Routine werdende Praxis der stationären Jugendhilfe, der Trauma-Behandlung und der Gesundheitsförderung einer gendersensiblen Reflektion zu unterziehen.

Weitere Informationen unter https://www.infodienst.bzga.de/?id=teaserext1.1&idx=8144